Direkt zum Inhalt
26. Januar 2021

Nachfragen | Indre Zetzsche

Teaser_Indre Zetzsche

Ich habe einige großartige ehemalige Kolleg*innen, die mir anschließend als Freund*innen geblieben sind. Und so spreche ich in diesem Talk mit Indre Zetzsche, mit der ich über 10 Jahre eng zusammengearbeitet und viele gemeinsame Stationen und Wege durchlaufen habe. Heute leitet Indre bei ]init[ - einem der größten Projektdienstleister für Digitale Transformation – das Geschäftsfeld „Governance & Change“. Hier entwickelt sie mit Kund*innen Digitalisierungsstrategien,  setzt Digitalisierungsprogramme um und unterstützt beim Aufbau digitaler Kompetenzen.

Als ich noch mitunter erstaunt auf die Entwicklungen der Digitalen Welt geblickt habe, hatte Indre schon ihr wunderschönes Blog M i MA aufgebaut, in dem sie ihren Blick auf Gesellschaft, Gefühle, Kunst und Design auf sehr wohltuende und inspirierende Weise teilt.

Ich habe mit Indre, die seit März 2020 nur einmal in ihrem Büro war, über diese besondere Zeit gesprochen. Was sich für sie besonders verändert hat und auf welche neue Wirklichkeit, welches „New Normal“, wir wohl zusteuern und wie die virtuelle und die reale Welt darin verschmelzen werden.

Eine Frage, die uns besonders beschäftigt hat, war, wie wir das Bedürfnis nach Nähe, Vertrautheit und Intimität eigentlich unter den Bedingungen physischer Distanz ermöglichen können und ob das überhaupt geht. Denn eines ist wohl klar: Eine zunehmende Digitalisierung braucht eigentlich mehr emotionale Intelligenz und Kompetenz. Was also tun, wenn die sinnlich-ästhetische Dimension des menschlichen Miteinanders wegfällt? Wenn das „kleine Wir“ in den Vordergrund rückt und zum „großen Wir“ die Brücken bröckeliger werden (Jutta Allmendinger)? Indre hat darüber erzählt, wie sie das in ihrem beruflichen Alltag löst.